Entertainment ist Pflicht. Überleben nicht, Dungeon Crawler Carl Band 1
Titelbild mit freundlicher Unterstüztung des Spieltraum Osnabrück.
Dungeon Crawler ist ein Spielgenre, das sowohl bei Computerspielen als auch bei Brettspielen vorkommt und in dessen Zentrum die Erforschung von Dungeons steht. (Klick für ausführliche Beschreibung)
In Dungeon Crawlern erkundet eine Gruppe von Helden einen Dungeon. In vielen Spielen übernimmt ein Spieler die Rolle des Dungeon Masters, während die anderen Spieler die Helden verkörpern.[1] Dungeon Crawler sind in diesem Punkt den Pen-&-Paper-Rollenspielen sehr ähnlich. In den letzten Jahren gab es aber auch verstärkt Lösungen, bei denen der Dungeon nach bestimmten Spielregeln mit Karten als Zufallsgenerator oder durch Apps gesteuert wird.[1] Es gibt aber auch Dungeon Crawler, die bewusst mit diesem Konzept brechen, z. B. Magic Maze.
Meist wird das Spielfeld im Laufe des Spiels erweitert oder gewisse Details werden erst auf dem Spielbrett platziert, wenn die Spielfiguren, die die Helden darstellen, einen gewissen Bereich des Spielbretts betreten. Die Spiele nutzen häufig Miniaturen, um die Helden und Monster darzustellen.1
Im ersten Band von Dungeon Crawler Carl wird die Erde von einem intergalaktischen Reality-TV-Format in einen gigantischen Dungeon verwandelt. Dabei werden alle Gebäude dem Erdboden gleichgemacht – einschließlich aller Personen, die sich darin befinden. Zum Glück gibt es Donut, Verzeihung, königliche Hoheit Prinzessin Donut, die Katze von Carls neuerdings Ex-Freundin, die unerwartet aus dem Fenster gesprungen ist, und die er eigentlich aufpassen will (das ist eine längere Geschichte). Jedenfalls steht Carl draußen, viel zu kleine Crocks an den Füßen und nur Boxershorts an als ein Großteil der Weltbevölkerung ausgelöscht wird. Gleichzeitig erscheinen überall Dungeon-Eingänge. Die Menschheit hat wohl eine Einspruchsfrist für die Verwertung des Planeten verpasst. Carl, ein unscheinbarer Mann, muss plötzlich nicht nur ums Überleben kämpfen, sondern auch die absurden Regeln dieses neuen Spiels verstehen. Begleitet wird er dabei von seiner inzwischen sprechenden und hochgradig egozentrischen Katze, die sich schnell als Diva, Strategin und gelegentliche Kriegsführerin erweist (zumindest wenn sie Lust dazu hat).
Mordecai schüttelte den Kopf. „Ihr Menschen seid alle gleich. Das hier ist die siebte oder achte mit Menschen besäte Welt, und es ist jedes Mal dasselbe. Immer fragt ihr:
Warum? Wieso könnt ihr nicht einfach die neuen Umstände akzeptieren und weitermachen?“
Die außerirdischen Betreiber haben das Ende der Welt zu einer Unterhaltungsshow für Milliarden Zuschauer im All gemacht. Menschen aus allen Lebenslagen – vom Büroangestellten bis zur Couchkartoffel – müssen sich durch Monster, Fallen und Levelmechaniken schlagen. Carl navigiert durch Lootboxen, Bosskämpfe und Level-Ups, während Donut vor allem auf ihre königliche Würde achtet.
Der erste Band verbindet Gaming-Logik, rabenschwarzen Humor und echte Spannung. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Endzeit-Satire und Buddy-Comedy zwischen Mann und Katze: chaotisch, witzig und gleichzeitig überraschend brutal, mit einer Geschichte, die trotz apokalyptischer Kulisse unterhält und überrascht. Außerdem wird geflucht. Verdammt viel sogar. Und es gibt Explosionen. Und Meth-Lamas. Immer dabei: die sarkastischen Dungeon-KI. Einfach großartig!
Es ist unübersehbar, dass Matt Dinniman auch „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams gelesen hat. An diesen Klassiker kommt das Buch zwar bei weitem nicht heran, trotzdem ist es ausgesprochen unterhaltsam. Geneigte Lesende sollten auf jeden Fall irgendeinen Anknüpfungspunkt in Bezug auf Dungeon-Crawler (z.B. Dungeons & Dragons, oder auch ein digitales Aquivalent) mitbringen. Ansonsten sind die endlosen Querverweise einfach nicht witzig. Ohne Vorwissen geht hier nichts!
Für alle, für die Dungeon-Crawler nicht neu sind:
Join The Cult!
(wir haben Memes!)

Quelle: Reddit r/dungeoncrawlercarl2
