Michael Hartung führt ein ruhiges Leben. Vor einigen Jahren hat er eine Videothek in Berlin übernommen, die inzwischen mehr als nur schleppend läuft. Das scheint sowieso ein bisschen das Motto seines Lebens zu sein: was auch immer er anfasst, welchen Beruf auch immer ergreift, wenige Jahre später scheint alles obsolet zu werden. Seine Tochter wohnt …
Anna Yeliz Schentke: „Kangal“
Heimlich besteigt Dilek das Flugzeug von Istanbul nach Frankfurt. Zu angespannt ist sie, zu groß das Risiko, entdeckt und an der Ausreise gehindert zu werden. Zu groß die Sorge um ihren Freund Tekin, der noch in Istanbul lebt und von dem sie sich nicht einmal verabschieden konnte. Doch es geht alles gut. In Frankfurt angekommen …
Azubi-Alltag in der Buchhandlung
Ich bin seit Juli 2021 Auszubildende im ersten Lehrjahr der Buchhandlung zur Heide und möchte gerne ein wenig aus der Sicht eines Azubis erzählen. In den vergangenen Monaten habe ich schon sehr viel über den Buchhandel lernen können und gleichzeitig die gelernte Theorie, die wir uns in der Schule aneignen, im Geschäft anwenden können. Ein …
Christoph Poschenrieder: „Ein Leben lang“
Sie kennen sich schon seit ihrer Kindheit. Gemeinsam sind sie aufgewachsen, haben auf ihren Fahrrädern das Provinzörtchen ihrer Heimat unsicher gemacht, die ersten Partys zusammen geschmissen und sich das erste mal verliebt. Die vielen kleinen und großen Höhen und Tiefen der Kindheit und Jugend haben sie gemeinsam überstanden und stets fest zusammengehalten. Nach der Schule …
Wie unser Lesungsprogramm entsteht
Zweimal im Jahr wird es im Buchhandel spannend: Im Frühjahr und Herbst kommen die Verlagsvorschauen und wir erfahren, welche Bücher im kommenden halben Jahr erscheinen werden. Das ist auch der Zeitpunkt, wenn wir schauen, welche Bücher und Autor:innen für unsere Lesungen in Frage kommen. Wir stellen unser Lesungsprogramm also bereits zusammen, bevor die meisten Bücher auch nur gedruckt sind. Die Verlagsprogramme, Textproben und vor allem auch die Gespräche mit den Verlagsvertreter:innen helfen uns sehr bei der Auswahl. Es ist also ein gewisses Gespür dafür gefragt, welche Texte für unser Publikum relevant werden können.
Andrea und Dirk Liesemer: „Tage in Sorrent“
Es ist 1876, als sich Friedrich Nietzsche mit seinem Studenten Albert Brenner in den Zug setzt. Nach Sorrent am Golf von Neapel soll es gehen, wo Nietzsche hofft, sich von seinen Migäneattacken erholen zu können. So geplagt ist er von seinem Leiden, dass er seiner Professur in Basel kaum gerecht werden kann. Einige Jahre lebt …